An die Gegenstände

「致物件们」


那些不在我眼中的特别的事物

他们本应该不是不特别的—在我的卧室里从未被认真关注的物件。他们沉睡在房间的角落里,被我放置摆布,显得尤为不值得被关注。在拍摄静物这个主题时我又有意地选择了我平时不会重视的这些物件,好像从头到尾他们的存在都被我定义着,成为了不那么必要存在的价值载体。可是,跳过我的视角和态度,他们是自由的,有自己的构成,不同颜色和材料赋予他们独特的外观,当我收起我自私的角度,我突然意识到,没有物件是不特别的,而将他们郑重其事地像一场szene展示再出来,我全新地认识了他们。 他们之间没有功能性的共同点,也没有置放在一起的必要性,但是他们在这里一同出现了,是我想打破我的刻板印象,我想强烈地抨击自己对物质的先入为主的见解,这样我看到了从未体验过一种美的景象,我完全接受他们单独的存在。 在这样的情绪里,我用夸张的色彩语言让观众可以代入我的心理体验,任何事物都有他们存在的意义,无限的可能是需要观看的宽容所一一解锁的。

Übersetzung

Die Dinge, die in meinen Augen nicht besonders sind

Sie sollten eigentlich nicht unbedeutend sein – und doch sind sie es geworden: Gegenstände in meinem Schlafzimmer, die nie ernsthaft beachtet wurden. Sie ruhen in den Ecken des Raumes, arrangiert von mir, scheinbar zufällig platziert und ihrer Aufmerksamkeit nicht würdig.

Als ich mich mit dem Thema Stillleben beschäftigte, wählte ich bewusst jene Objekte aus, denen ich sonst keine Beachtung schenkte. Es war, als hätte ich von Anfang an über ihre Existenz entschieden – sie degradiert zu bloßen Trägern eines fragwürdigen Wertes, der in meiner Wahrnehmung kaum Relevanz besaß. Doch was passiert, wenn ich meine Perspektive verlasse? Wenn meine Haltung nicht länger die Grenzen ihrer Bedeutung definiert?

Jenseits meiner Blickweise sind diese Dinge frei. Sie besitzen ihre eigene Struktur, ihre eigenen Formen, geprägt durch Farben, Materialien und Texturen, die sie einzigartig machen. In dem Moment, in dem ich meine voreingenommene Wahrnehmung losließ, erkannte ich: Es gibt keine belanglosen Objekte. Indem ich sie neu inszenierte, sie mit Ernsthaftigkeit in Szene setzte, lernte ich sie vollkommen neu kennen.

Diese Dinge teilen keine gemeinsame Funktion, ihre Zusammenstellung folgt keiner Notwendigkeit. Und doch stehen sie nun gemeinsam in diesem Raum – nicht aus praktischen Gründen, sondern als bewusster Bruch mit meiner eigenen Voreingenommenheit. Ich wollte mich selbst herausfordern, meine vorgefertigten Ansichten über Materielles hinterfragen und durchbrechen. In diesem Prozess eröffnete sich mir eine völlig neue Ästhetik – eine Schönheit, die ich zuvor nicht erlebt hatte, eine, die nicht von Funktion oder Zweckmäßigkeit abhängt. Ich begann, jedes einzelne Objekt als eigenständige Existenz vollkommen zu akzeptieren.

In dieser Stimmung nutzte ich eine übersteigerte, intensive Farbgebung, um den Betrachter in mein psychologisches Erleben eintauchen zu lassen. Denn jedes Ding hat seine eigene  Daseinsberechtigung – unendliche Möglichkeiten entfalten sich erst durch den Blick, der bereit ist, sie zu erkennen.